Photovoltaik-Rechner
Standort, Dach, Verbrauch, Speicher — vier kurze Schritte, dann sehen Sie Anlagengröße, Jahresertrag, Ersparnis, Autarkiegrad und Amortisation für Ihr eigenes Dach. Ertragsdaten stammen, wo verfügbar, direkt von PVGIS (EU Joint Research Centre); ohne Standortdaten rechnen wir mit einem bundesweiten Durchschnittswert.
Ihr persönlicher Photovoltaik-Rechner
So funktioniert der Rechner
Standort
Aus Ihrer Postleitzahl holen wir über PVGIS (EU Joint Research Centre) die Einstrahlung und die zwölf Monatserträge für Ihre Koordinaten. Ohne Postleitzahl rechnen wir mit 950 kWh je kWp und Jahr, innerhalb der Praxisspanne von 850 bis 1.150. Das ist eine grobe Orientierung, kein Standortwert.
Dach und Verbrauch
Aus Dachform, Ausrichtung, Neigung und freier Fläche ermitteln wir, wie groß Ihre Anlage werden kann. Wir setzen 4,7 m² je kWp auf dem Schrägdach und 12 m² je kWp auf dem aufgeständerten Flachdach an (Quelle: ADAC und übereinstimmende PV-Ratgeber). Ihr Jahresverbrauch zeigt dann, wie viel vom Solarstrom Sie selbst gut nutzen können.
Ergebnis
Sie sehen Anlagengröße, Jahresertrag, Autarkiegrad, Investition, Ersparnis (mit Einspeisevergütung: finanzieller Vorteil) und Amortisation, jeweils mit der Annahme dahinter. Das ist kein Angebot. Ein Installateur, der Ihr Dach gesehen hat, kann auf andere Zahlen kommen.
Was den Ertrag bestimmt
Die Einstrahlung ist der größte Hebel, und Sie können sie nicht beeinflussen. Zwischen Flensburg und Freiburg liegen rund 20 Prozent Jahresertrag. Deshalb fragt der Rechner zuerst die Postleitzahl ab und nimmt gemessene PVGIS-Werte statt eines Bundesmittels.
Ausrichtung und Neigung wirken schwächer, als viele denken. Südwest oder Südost kosten gegenüber Süd etwa 5 Prozent, Ost oder West rund 15 Prozent. Erst Nord fällt mit rund 29 Prozent des Südwerts deutlich ab (Quelle: photovoltaik.org). Eine flache oder sehr steile Neigung liegt bei 88 bis 90 Prozent des Optimums.
In die PVGIS-Abfrage gehen 14 Prozent Systemverluste ein: Kabel, Wechselrichter, Verschmutzung und Temperatur. Der angezeigte Jahresertrag ist damit ein Nettowert und nicht die Nennleistung auf dem Papier.
Autarkiegrad und Eigenverbrauchsquote: der Unterschied
Der Autarkiegrad sagt, welchen Anteil Ihres Verbrauchs die Anlage deckt. Die Eigenverbrauchsquote sagt, welchen Anteil des erzeugten Stroms Sie selbst nutzen. Mit wachsender Anlage laufen beide auseinander: Sie deckt mehr von Ihrem Bedarf, aber es bleibt auch mehr Überschuss, der ins Netz geht.
So kann eine Anlage 65 Prozent Autarkie und 45 Prozent Eigenverbrauchsquote haben. Die Ergebnisseite zeigt beide Balken übereinander, mit demselben Mittelstück: dem selbst genutzten Solarstrom. Als Grenzen der Kennlinie dienen die ADAC-Spannen von 30 bis 55 Prozent ohne Speicher und bis zu 85 Prozent mit Speicher.
Woher die Geldbeträge kommen
Selbst verbrauchter Strom zählt mit 37,00 ct je kWh (BDEW-Strompreisanalyse, Referenzhaushalt 3.500 kWh, Stand April 2026). Eingespeister Strom zählt mit 7,70 ct für Anlagen bis 10 kWp (Bundesnetzagentur, § 49 EEG, Inbetriebnahme 1.8.2026 bis 31.1.2027). Bei größeren Anlagen gilt dieser Satz nur für die ersten 10 kWp. Darüber sind es 6,66 ct bis 40 kWp und 5,44 ct ab 40 kWp.
Die Investition rechnet mit 1.300 € je kWp. Das ist das obere Ende der Fraunhofer-ISE-Spanne und die Mitte realer Anbieterpreise inklusive Marge. Brutto gleich netto, weil Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden seit dem 1.1.2023 von der Umsatzsteuer befreit sind (§ 12 Abs. 3 UStG).
Häufige Fragen
Sind die Ergebnisse ein Angebot?
Nein. Der Rechner liefert eine fachliche Größenordnung aus öffentlichen Datenquellen und durchschnittlichen Marktpreisen. Er kennt weder Ihre Dachstatik noch Verschattung durch Nachbarbäume noch die Länge der Kabelwege bis zum Zählerschrank. Ein Angebot für Ihr konkretes Dach kann davon abweichen.
Welche Datenquellen stecken dahinter?
Einstrahlung und Monatserträge von PVGIS (EU Joint Research Centre), Strompreis vom BDEW, Einspeisevergütung von der Bundesnetzagentur, Systemkosten und Volllaststunden vom Fraunhofer ISE, Autarkiespannen und Wechselrichterkosten vom ADAC, Speicherdimensionierung von der HTW Berlin. Jede Konstante steht mit Wert, Quelle und Stand auf der Methodik-Seite.
Warum weicht das Ergebnis von anderen Rechnern ab?
Weil viele PV-Rechner mit Südausrichtung, idealer Neigung und sehr hohem Eigenverbrauch rechnen. Dieser Rechner nutzt die gemessene Einstrahlung für Ihren Standort und Ihre Angaben zu Dach und Verbrauch. Wer eine Amortisation von fünf Jahren sehen möchte, findet sie anderswo.
Berücksichtigt der Rechner steigende Strompreise?
Nur in der 25-Jahres-Projektion, und dort mit vorsichtigen 2 Prozent pro Jahr. Der prominent angezeigte Jahreswert und die Amortisation rechnen ausschließlich mit dem heutigen Strompreis. Eine Preissteigerung in die Hauptzahl zu schmuggeln würde sie optimistischer aussehen lassen, als sie belegbar ist.
Was passiert mit meinen Eingaben?
Die Berechnung läuft in Ihrem Browser. An PVGIS geht nur die Koordinate, die aus Ihrer Postleitzahl folgt, über unsere eigene Serverfunktion — nicht Ihre IP-Adresse an einen Dritten. Erst wenn Sie am Ende ausdrücklich ein Beratungsgespräch anfragen, werden die Angaben übermittelt.