E-Auto-Laderechner

Ein Elektroauto erhöht den Strombedarf Ihres Haushalts deutlich — und ist genau dann besonders günstig, wenn es tagsüber mit eigenem Solarstrom lädt. Dieser Rechner zeigt, wie viel Fahrstrom Sie aus der PV decken, was das Laden kostet und welche Anlagengröße zu Ihrem Fahrprofil passt.

E-Auto-Laderechner

Was kostet Ihr E-Auto mit eigener PV — und welche Anlagengröße passt?

Jahresfahrleistung
3.000 km40.000 km
Verbrauch
12 kWh/100km30 kWh/100km
Ladeverlust
0 %20 %
Solarstromanteil am Laden
0 %100 %
Haushaltsverbrauch (für PV-Empfehlung)
1.500 kWh12.000 kWh

Ohne PV-Überschussladen liegt der Solarstromanteil oft nur bei 20–35 %. Mit smarter Wallbox und PV-Überschusssteuerung sind 40–60 % realistisch (bei Speicher und Homeoffice auch mehr).

So funktioniert der Rechner

1

Fahrprofil

Jahresfahrleistung und Verbrauch des Fahrzeugs ergeben den zusätzlichen Strombedarf.

2

Solaranteil

Wie viel davon aus der eigenen Anlage kommt, hängt davon ab, wann geladen wird und ob die Wallbox überschussgeführt arbeitet.

3

Kosten vergleichen

Ladekosten mit Solarstrom gegen reines Netzladen — und die Anlagengröße, die zu diesem Fahrprofil passt.

Wie der Solarstrom bewertet wird

Der zusätzliche Bedarf ergibt sich aus Fahrleistung mal Verbrauch geteilt durch den Lade-Wirkungsgrad. Der Rechner setzt 18 kWh je 100 km und etwa 10 Prozent Ladeverlust an; der ADAC nennt eine reale Verbrauchsspanne von 13 bis 30 kWh je 100 km, in die sich der Wert einordnet.

Entscheidend ist eine methodische Feinheit: Solarstrom, der ins Auto geht, wird nicht mit null bewertet, sondern mit dem entgangenen Einspeiseerlös von 7,70 ct. Denn diese Kilowattstunde hätte sonst Geld gebracht. Wer Solarladen mit null ansetzt, unterschätzt die tatsächlichen Kosten systematisch.

Der Solarstromanteil liegt mit einer überschussgeführten Wallbox erfahrungsgemäß bei 40 bis 60 Prozent. Ohne Steuerung, also beim Laden nach Feierabend, fällt er deutlich niedriger aus — der Rechner lässt Sie den Anteil deshalb selbst einstellen.

Welche Anlagengröße zum Auto passt

Als Faustgröße: 15.000 km im Jahr bedeuten rund 2.700 kWh zusätzlichen Bedarf plus Ladeverluste. Über den Solaranteil ergibt sich daraus, wie viel zusätzliche Anlagenleistung sinnvoll ist. Der Rechner gibt diesen Wert direkt aus, damit Sie ihn gegen Ihre verfügbare Dachfläche halten können.

Ein E-Auto ist der wirtschaftlich dankbarste Zusatzverbraucher, weil es große Strommengen zu flexiblen Zeiten abnimmt. Genau das hebt den Eigenverbrauchsanteil, und jede so verschobene Kilowattstunde ist rund 29 ct wert statt 7,70 ct.

Was das Laden zu Hause günstig macht

Drei Dinge entscheiden über die Ladekosten, und alle drei lassen sich beeinflussen. Erstens der Zeitpunkt: Wer tagsüber laden kann, trifft die Erzeugung. Zweitens die Steuerung: Eine überschussgeführte Wallbox regelt die Ladeleistung dem tatsächlichen Überschuss nach, statt mit voller Leistung aus dem Netz zu ziehen, sobald der Stecker steckt.

Drittens die Ladeleistung selbst. Bei einphasigem Laden mit geringer Leistung lässt sich der Überschuss feiner ausnutzen, dafür dauert der Ladevorgang länger. Wer das Auto ohnehin über Nacht und am Wochenende stehen hat, verliert durch die längere Ladedauer nichts und gewinnt Solaranteil.

Zum Vergleich: Öffentliches Schnellladen liegt deutlich über dem Haushaltsstrompreis von 37,00 ct. Der wirtschaftliche Vorteil des Ladens zu Hause entsteht also schon gegenüber der Ladesäule, bevor überhaupt eine eigene Anlage im Spiel ist — die Photovoltaik vergrößert ihn nur weiter.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine überschussgeführte Wallbox?

Sie erhöht den Solaranteil deutlich, weil sie die Ladeleistung dem tatsächlichen Überschuss nachführt, statt mit voller Leistung aus dem Netz zu ziehen. Ob sich die Mehrkosten tragen, hängt an Ihrer Fahrleistung — der Rechner zeigt die jährliche Differenz.

Kann ich mein Auto komplett mit Sonne laden?

Rechnerisch über das Jahr gesehen oft ja, praktisch nein. Geladen wird häufig abends und im Winter, erzeugt wird mittags und im Sommer. Realistisch sind 40 bis 60 Prozent mit einer smarten Wallbox.

Was kostet die Kilowattstunde beim Solarladen wirklich?

Sie kostet den entgangenen Einspeiseerlös von 7,70 ct — nicht null. Gegenüber dem Netzbezug sparen Sie die Differenz zum Bezugspreis. Der Rechner weist beide Wege getrennt aus.

Ist der Ladeverlust berücksichtigt?

Ja, mit rund 10 Prozent. Die aus der Wand entnommene Energie liegt über dem, was im Akku ankommt; wer den Verlust weglässt, rechnet die Ladekosten zu niedrig.

Wie groß muss die Anlage für ein E-Auto sein?

Als Näherung: 15.000 km im Jahr entsprechen rund 2.700 kWh plus Ladeverlusten. Bei 950 kWh Ertrag je kWp und einem Solaranteil von etwa 50 Prozent sind das grob 1,5 bis 2 kWp zusätzlich. Der Rechner gibt den Wert für Ihr Fahrprofil genau aus.

Schadet häufiges Laden mit geringer Leistung dem Akku?

Nach heutigem Stand nicht — Laden mit niedriger Leistung ist für die Zellchemie eher schonender als Schnellladen. Für das Überschussladen ist das günstig, weil es ohnehin mit geringer und schwankender Leistung arbeitet.