Kombinations-Rechner
Eine Wärmepumpe und ein E-Auto erhöhen Ihren Stromverbrauch — und damit den Anteil, den Ihre PV-Anlage selbst abdecken kann. Dieser Rechner vergleicht verschiedene Kombinationen (PV allein, mit Speicher, mit Wärmepumpe, mit E-Auto, mit allem) direkt nebeneinander, damit Sie sehen, was sich für Ihren Haushalt lohnt.
PV + Wärmepumpe + E-Auto
Wie sich Ihre Verbraucher auf die PV-Wirtschaftlichkeit auswirken
So funktioniert der Rechner
Anlage und Haushalt
Dachfläche und Jahresverbrauch legen die Ausgangslage fest — dieselben Formeln wie im Photovoltaik-Rechner, damit beide Werkzeuge nicht auseinanderlaufen.
Verbraucher zuschalten
Wärmepumpe, E-Auto und Speicher lassen sich einzeln dazunehmen. Jede Kombination verändert den Jahresverbrauch und damit, wie viel vom erzeugten Strom im Haus bleibt.
Szenarien vergleichen
Statt einer Zahl zeigt der Rechner sechs Szenarien nebeneinander: ohne PV, PV allein, PV mit Speicher, PV mit E-Auto, PV mit Wärmepumpe und alles zusammen — je mit Ertrag, Eigenverbrauch, Autarkie, Investition und Amortisation.
Warum ein Vergleich statt einer Zahl
Die Frage bei Wärmepumpe und E-Auto lautet selten, ob sich die PV-Anlage lohnt, sondern wie stark sich das Bild verschiebt, wenn ein großer Verbraucher dazukommt. Eine einzelne Kennzahl beantwortet das nicht. Deshalb rechnet dieser Rechner mehrere Ausbaustufen parallel durch und stellt sie nebeneinander.
Der Effekt ist strukturell: Ein zusätzlicher Verbraucher erhöht den Jahresverbrauch, und damit steigt der Anteil des Solarstroms, der im Haus bleibt, statt für 7,70 ct ins Netz zu gehen. Jede so zusätzlich selbst verbrauchte Kilowattstunde ist rund 29 ct mehr wert — die Differenz zwischen Bezugspreis und Einspeisevergütung.
Welche Annahmen für die Verbraucher gelten
Für die Wärmepumpe rechnet das Modell mit 3.000 kWh zusätzlichem Jahresstrombedarf. Für das E-Auto hängt der Zuschlag vom gewählten Fahrprofil ab. Beide Werte fließen nur ein, wenn das Gerät tatsächlich vorhanden ist: Die Auswahl „geplant“ zählt bewusst nicht mit, denn erst die Anschaffung erhöht den Verbrauch.
Autarkiegrad und Eigenverbrauch kommen aus derselben Kennlinie wie im Hauptrechner (ADAC-Spannen, 30 bis 55 Prozent ohne Speicher, bis 85 Prozent mit Speicher). Der Kombi-Rechner bringt hier keine eigenen Formeln mit, sondern nutzt die des Photovoltaik-Rechners — sonst könnten dieselben Eingaben in zwei Werkzeugen verschiedene Ergebnisse liefern.
In welcher Reihenfolge ausbauen?
Wenn Budget oder Dachfläche nicht für alles auf einmal reichen, ist die Reihenfolge nicht beliebig. Wirtschaftlich am dankbarsten ist der Verbraucher, der große Strommengen zu Zeiten abnimmt, in denen die Anlage ohnehin produziert — beim E-Auto lässt sich das über eine überschussgeführte Wallbox steuern, bei der Wärmepumpe über die Vorlauftemperatur und einen Pufferspeicher.
Der Speicher steht in dieser Reihenfolge meist hinten. Er erzeugt keine Kilowattstunde zusätzlich, sondern verschiebt vorhandene in der Zeit, und kostet dafür 400 € je nutzbarer Kilowattstunde. Ein zusätzlicher echter Verbraucher hebt den Eigenverbrauch in der Regel günstiger als ein Speicher gleicher Investitionssumme. Der Szenarienvergleich macht genau das sichtbar: Achten Sie darauf, wie sich Amortisation und Autarkie zwischen „PV + Speicher“ und „PV + E-Auto“ unterscheiden.
Was der Vergleich nicht leisten kann: Er kennt Ihr Lastprofil nicht. Ob die Wärmepumpe tatsächlich mittags läuft oder nachts, entscheidet über den realen Eigenverbrauch stärker als jede Anlagengröße. Die zugrunde liegende Kennlinie ist eine Näherung mit vier Stützpunkten, keine viertelstündliche Simulation.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine größere Anlage, wenn Wärmepumpe und E-Auto dazukommen?
In der Tendenz ja, weil ein höherer Eigenverbrauch jede Kilowattstunde wertvoller macht. Die Grenze setzt das Dach: Der Rechner leitet die mögliche Anlagengröße aus Ihrer freien Fläche ab und deckelt sie bei 30 kWp.
Rechnet der Vergleich die Anschaffung von Wärmepumpe und E-Auto mit?
Nein. Verglichen wird die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Anlage unter verschiedenen Verbrauchssituationen. Die Investition in Wärmepumpe oder Fahrzeug ist eine eigene Entscheidung mit eigenen Förderungen und gehört nicht in diese Rechnung.
Warum unterscheidet sich die Amortisation je Szenario?
Weil sich zwei Größen gleichzeitig ändern: die Investition (ein Speicher kostet zusätzlich) und die jährliche Ersparnis (mehr Eigenverbrauch bringt mehr). Welche Richtung überwiegt, hängt von Ihrem Verbrauch und der Anlagengröße ab — genau das macht der Vergleich sichtbar.
Gilt die Rechnung auch für eine bestehende Anlage?
Teilweise. Die Ertrags- und Eigenverbrauchswerte stimmen, die Amortisation bezieht sich aber auf eine Neuanschaffung zu heutigen Preisen und zur heute geltenden Einspeisevergütung. Für eine ältere Anlage mit höherer Vergütung passt sie nicht.